IHR STUCKATEUR

RESTAURIERUNG & STUCKGESTALTUNG IN ZÜRICH

Erfahrung aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz: klar geplant, präzise umgesetzt.

 

Aus einer Station wurde Heimat

Als ich nach fast einem Jahr in Paris im Herbst 2007 nach Zürich kam, wollte ich 12 Monate bleiben. Ursprünglich war die Romandie mein Ziel – weiterziehen, so wie es bei den Les Compagnons du Devoir für Wandergesellen üblich ist. Aber es kam anders.

Zürich blieb

Was als Station gedacht war, wurde zur Heimat. Die Menschen, der See, die kulturelle Vielfalt. Zürich hat mich nicht losgelassen. Ich habe gearbeitet, die Stadt kennengelernt und ihre Räume verstanden: die Altbauten im Niederdorf, die Villen am Zürichberg, die Neubauten am rechten Seeufer. Hier fand ich die Liebe. 2015 eröffnete ich mein eigenes Geschäft, und seit 2020 bin ich Vater.

Stadt für Stadt gelernt

Meine Ausbildung zum Stuckateur habe ich in Bonn gemacht bei Lehrmeistern der alten Schule. Sie zeigten mir früh, was dieses Handwerk verlangt: Genauigkeit, Geduld und den Blick fürs Detail.
Auf der Wanderschaft wurde mir dann klar, wie komplex und facettenreich dieser Beruf ist, und wie stark Material und Verarbeitung von Region zu Region unterscheiden. Bei Les Compagnons du Devoir, der französischen Gesellentradition, zieht man weiter: Stadt für Stadt, Meister für Meister. Nantes, Bordeaux, Paris. Jede Station hat etwas hinterlassen: ein Gefühl für Proportionen, eine Technik, eine Haltung gegenüber dem Material.

Wenn Handwerk berührt

Menschen haben ihre Räume seit jeher gestaltet, dekoriert, geprägt. Stuck kann über Generationen hinweg weiterleben, wenn er den Raum wirklich trägt und die Menschen berührt. Das gelingt nicht mit Katalogware. Das gelingt mit Handwerk, das gedacht ist: für den konkreten Raum, die konkrete Wirkung, den Menschen, der darin lebt.
2017 durfte ich meine Arbeit im Schweizer Pavillon an der Biennale in Südkorea zeigen zum Thema Zukunft des Handwerks. Für mich war das eine Bestätigung: Dieses Handwerk ist nicht verstaubt. Es lebt, weil es berührt.

Handwerk lebt von Menschen.

Wissen, das nicht weitergegeben wird, geht verloren. Einige Jahre war ich Dozent am Kurszentrum Ballenberg. Heute kommen immer wieder Schüler, Studierende und Auszubildende ins Atelier, und ich zeige gerne, was in diesem Handwerk möglich ist. Was mich dabei antreibt, ist dasselbe wie auf der Wanderschaft: die Überzeugung, dass Handwerk von Mensch zu Mensch lebt.
Darüber hinaus engagiere ich mich in Verbänden und Vereinen der Gipser- und Stuckateurbranche, weil gutes Handwerk nicht nur auf der Baustelle zählt, sondern auch dort, wo Rahmenbedingungen entstehen.

Präzision bleibt. Ich bleibe in Bewegung.

Präzision ist für mich keine Eigenschaft – sie ist eine tägliche Entscheidung. Ich begleite jedes Projekt persönlich, vom ersten Gespräch bis zur letzten ausgeführten Kante.

Die Wanderschaft hat mir beigebracht: Man ist nie fertig. Seit 2022 vertiefe ich die traditionelle Technik des Freihandantrags mit Kalk. Das Handwerk bleibt in Bewegung. Ich auch.

Vom Herz 
durch den Kopf
in die Hand
an die Wand -
Claudio Fontana
2020- 2023Kursleiter für Stuckherstellung im Kurszentrum Ballenberg
2019Mitglied SMGV sowie GVZ-ZH
2018Bezug Ateliers im Binz-Quartier Zürich, (Grubenstrasse 23 Halle 501 - 8045 Zürich)
2017Ausstellung im Schweizer Pavillon, Biennale Südkorea (Thema „Zukunft des Handwerks“)
2015- heuteGründung und Führung Jan Ludwig Stuckateurbetrieb, Zürich (Neugestaltung & Restaurierung)
2007- 2014Gesellenjahre in der Schweiz (Küsnacht ZH; später Zürich, traditioneller Familienbetrieb)
2005- 2007Traditionelle Wanderschaft in Frankreich mit (Les Compagnons du Devoir: Nantes, Bordeaux, Paris) + Fortbildungen (Rennes, FR) zum CAP Staffeur Ornemaniste und (Toulouse, FR) zum BP Plâtrerie
2004- 2005Rheinischen Amt für Denkmalpflege (Abtei Brauweiler in Köln, DE) + Fortbildung in der Akademie des Handwerks (Schloss Raesfeld)
2001- 2004Gesellenjahre im Ausbildungsbetrieb (Bonn, DE)
1998- 2001Ausbildung zum Stuckateur (Bonn, DE)